When I dream
28.01.04 Frei wie der Wind

Frei wie der Wind

Ein Vogel das Tier geboren um frei zu sein
geboren in einen Käfig hinein
die einzige Möglichkeit sein Leben zu sichern
ist möglichst schön und glücklich zu zwitschern
sich nicht zu beschweren wenn sein Wille in Form von Flügeln gestutzt
bei diesem Schauspiel seine Seele sich abnutzt
der Wunsch nach Freiheit ein Zeichen der Rebellion
noch weniger Freiraum als gerechter Lohn
die Menschen die ihn in diese Abhängigkeit zwängen
ihn gleichermaßen in sich selbst zurückdrängen
in Folge dessen hört er auf zu zwitschern
genau wie sein Herrchen hört auf ihn zu füttern
in einer Nacht hat er einen wunderschönen Traum
er fliegt und kann die ganze Welt überschauen
darauf hin erkennt er als Vogel hat er frei wie der Wind zu sein
doch in diesem Leben ist er mit dem Gedanken allein
als eines Tages sein Herrchen die Käfigtür zur Reinigung aufreißt
der Vogel mit seiner letzten Kraft ausreißt
im letzten scheinbar freien Augenblick
seine Seele bäumt sich auf vor Glück
alles was er hatte gegen ein Fenster rast
gestorben ist er in einem Gefängnis aus Glas
sein letzter Gedanke je höher der Flug desto tiefer der Fall
eine Sekunde des Glücks gegen ein Leben voll Qual


Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 28.01.2004
12.5.10 19:42
 


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