When I dream
27.12.2005 Die große Hure

Die große Hure

Wir selbst waren es die sie erschufen
der Fortschritt so hörte man es durch Straßen rufen
mit ihrem stählernen Leib und ihrem Atem aus Feuer
ist sie der Welt größtes Ungeheuer
zusammengehalten von Tonnen von Papier
weitergetrieben immer weiter durch unsere Gier
zeugt sie unaufhaltsam und ohne jede Liebe
all unsere erfundenen weltlichen Triebe
als Treibstoff dienen ihr unsere Seele und die Welt
aus ihrem Munde hört man nur Geld Geld Geld
fast alles was wir lieben hat sie schon infiziert
weil es mit ihr wirtschaftlicher, schneller geht
so sitzen wir vor ihr als hirn- und seelen-lose Konsumenten
vor unserer Göttin und lassen uns von ihren Plastikbrüsten tränken
Armeen von Marionetten hat sie so schon erschaffen
die nur sabbernd auf Geld und Besitztümer gaffen
die Kriege führen jederzeit bereit dafür zu sterben
und so Hass Neid und Gewalt zu Tugenden erklären
in ihr verheizen wir Menschen,Tiere und Landschaften
um noch mehr Plastik und Wohlstand zu schaffen
bis sie durch unsere Gier die Welt in einen Aschehaufen verwandelt
und so auf dem ganzen Globus nichts lebendiges mehr wandelt
dann kann man wirklich sagen weit haben wir es gebracht
haben wir doch alles Leben vernichtet mit unserer Macht
doch keine Sorge denn wenn es soweit ist
gibt es sowieso keinen mehr der uns vermisst
nun denn zum Schluss manch einer errät es vielleicht nie
doch die große Hure das Weltenende ist die Industrie

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 27.12.2005
12.5.10 19:27
 


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