When I dream
01.11.05 Der gebrochene Spiegel

Der gebrochene Spiegel

Das Leben ist nicht immer schön
so sah ich mich im selben stehen
die Sorge war mein Begleiter Tag aus Tag ein
ob die Menschen mit mir zufrieden seien
ich sprach und kleidete wie sie mir empfahlen
war wie sie, zu meiden der Einsamkeit Qualen
ich sann darüber, wie sie sich mir gaben
gedachte dem Vergangenen, was andere über mich sagten
ich war für sie, um ihrer Liebe willen
war niemals Ich, für mich, im Stillen
kein Wort das man mir gab
entsprach der Wahrheit, nur Verrat
doch je mehr ich darüber erzürnte
desto mehr ich mich von mir selbst entfernte
doch in jenem Augenblick, als ich mich und das Jetzt aus den Augen verlor
ich ein unaufhaltsames Übel in mir heraufbeschwor
denn nun bin es nicht mehr ich der meine Geschicke lenkt
sondern das Leben selbst, das mit Druck sich freigesprengt,
das, was aus Furcht ich zu verhindern trachtete
sich mit geballter Kraft nun eigenständig machte
nachholend was ich sein sollte,
schlimmer als ich sein wollte
gleicht es aus die Zeit die ich verlor
als ich noch in mir selbst erfror
tut es Dinge die nicht mein
und doch bin der Grund nur ich allein
der Fluss des Lebens den ich staute
weil ich zu sein mich nicht traute
so bin ich verdammt zu zweit zu sein
gefangen in dem einem, meinem Leib
welch Trugschluss zu glauben ich könnte das Leben halten
denn es war dieser Versuch, der den Spiegel gespalten

Jan -Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 01.11.05

12.5.10 18:39
 


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