When I dream
18.11.05 Das Gefängnis des Individuums

Das Gefängnis des Individuums

Ein Schmetterling bin ich, im Heer der Uniformen
einer der nicht passt, in die triste Welt der Normen
als Wanderer zwischen den Welten
die als einzig Wahres gelten
trag ich kein Klischee auf meinen Beinen
bin ich ich selbst, mit mir im reinen
zu kantig für eine runde Welt
als Quadrat im Kreis dahingestellt
so einzigartig, auffällig, wunderschön
das sogar Weltheere mich übersehen
allein in Massen von Menschen
die nur rundes, glattes schätzen
kreisrund, die Kanten abgeglichen
Persönlichkeit aus Angst vor dem Trend gestrichen
bin ich Nichts aus ihrer sicht
Quadrate gibt es nun mal nicht
Individualismus ist schlecht, ist Sünde
auf das nie Farbe in die Strömung münde
zu viel steht auf dem Spiel
das Kollektiv, der Frieden
man ist lieber gemeinsam als Kopie labil
mit kaum merklichen Unterschieden
so leuchte ich alleine durch die Nacht
bis ich das eine Feuer entfacht
welches so hell brennt das die Menschen sich wieder sehen
und auf ihren eigenem Weg dem Sonnenaufgang entgegegen gehen
ist dann der neue Morgen angebrochen
bin ich endlich aus dem Gefängnis freigesprochen

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 18.11.05
12.5.10 18:29
 


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