When I dream
01.10.07 Das Flimmern

Das Flimmern

Ein Augenblick
all zu klar
in der Luft
wunderbar
fremde Naehe
schon immer gekannt
tiefe Beruehrungen
kein Wort verlangt
wie selbstverstaendlich
zu tanzen beginnend
natuerlich
Zeiten entrinnend
versunken
aller Maechte ohne Macht
verschlungen
denn in der Nacht
ist der Traum den man am Tage webt
wie Werden, Vergehen
laengst gelebt
so ist es
eine Umarmung
die mich erspuert
und mich so
zur Stille fuehrt
ist es
ein Feuer
erfuellend den Raum
verbrennt alles
bis auf den flimmernden Traum

Jan - Eike Wilmsmeyer
Muenchen 01.10.07
12.5.10 18:27


17.01.2004

Das Farbenspiel der Gefühle

Von unglaublicher Fülle
wenn das Farbenspiel sich dreht
die Welt vorm inneren Auge untergeht
in nie dagewesener Schönheit erscheint
Farben von unvorstellbarer Pracht
ein Rausch von Lebensfreude
vom Gefühl der endenden Nacht
eine Sucht die keine Droge ersetzt
die Sucht nach unendlicher Liebe
das Farbenspiel der Gefühle
ein Spiel mit dem Feuer
ein Spiel mit dem Leben selbst
die völlige Selbstaufgabe
der einzige Einsatz der zählt
vom reinsten Weiss bis ins tiefste Schwarz
das Farbenspiel hat alle Farben parat
Ich fühlte Liebe die keiner kennt
ich fühlte Schmerz der keinen Namen trägt
Gefühle wie sie keiner jemals gefühlt
nur dieses Gefühl mein Leben erfüllt
Gefühle wie sie keiner fühlen darf
in dieser Gesellschaft der Durchschnittlichkeit
Keiner der dieses versteht
welch ein Zauber wenn sich das Farbenspiel dreht
Gefühle vor denen sich andere fürchten
man fürchtet was man nicht kennt
Gefühle vor denen andere flüchten
Gefühle wie kein Wort sie nennt
Vielleicht wird mich irgendwann ein Mensch verstehen
wie ich den Weg durch die Farben gehen
sich mit dem Spiel der Gefühle drehen
die Welt mit den selben Augen sehen
durch Täler von Schmerzen
und Wälder von wucherndem Glück
geht diesen Weg ich hoffe ihr kommt zurück


Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen den 17.01.2004
12.5.10 18:27


25.09.05 Das Auge im Feuer

Das Auge im Feuer

Brennend verzehrend
ein schwarzer Punkt im roten Schein
verbrennend entlehrend
löst sich aus dem eigenen Sein
verschwindet knisternd in Bedeutungslosigkeit
verschwindet nichtssagend in Ewigkeit
existierte je was niemand sah
ist wie man sieht denn wirklich wahr
sich selbst verwischend unter züngelnden Flammen
sich selbst fressend zieht alles Schöne von dannen

Jan - Eike Wilmsmeyer
Wangelnstedt, den 25.09.05
12.5.10 18:26


09.09.2004 Chaos...

Chaos...

Es ist alles so...ich meine...warum....mein Kopf...es ist wie
...als....ob....verdammt....ich......HILFE......der Faden........
wie ein........Knäuel.......ein riesiges.......wo.....ich...............
der Anfang.....verdammt....ich...ich....weiß.....es.....nicht...
es....ist...alles ......so...keine.....Ahnung.......die Lösung.....
im Keller........ein .............riesiges Knäuel....aber........wie
ich....mein............wo......zur........Hölle..........der Anfang...
......wieso...........ich....mein........Ich.............wo war ich......
....ich.....denk.....ich.......glaub......ich....weiß........nichts!...
ich........brauch.....HILFE.............aber......wer........ich......
mein..........versteht........das......alles..........irgendwer?....
.......wo...ich.....doch...selbst........es......nicht....zu..greifen
vermag.............ich....es..ist.....einfach...nur.....nicht.........
leicht........Hilfe...........ich....es...ist....als.....wenn....meine
........Gedanken.......sie....stürmen.......aber.....ich...brauch
........den....Anfang......dann........ich....anfangen mit..........
aufdribbeln.........das.....Knäuel......aber....wo...der....rote
.....Faden....der.....Anfang.........ich....kann......nicht....es..
........Hilfe.......HILFE!......kann.....mir....denn....niemand..
helfen......das......Chaos.......das.....Knäuel.....in....meinem
Kopf......es......soll....MUSS.........WEG!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
                                                                                              !
                                                                                                !                !   !
                                                                                                   !          !        !     !
                                                                                                       !   !              !


Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 09.09.2004


12.5.10 18:25


16.05.07 Blütenzauber

Blütenzauber

Gar lieblich ist’s wenn die Blüten an den Bäumen
im Winde wie Schnee herabfallen
die Erde mit Bildern zu besäumen
wenn Vögel durch die Lüfte schallen
der Frühling wirkt Magie in seinem Gefallen
wenn Sehnsüchte wacher werden
des Eremiten, des Einen, des Schwachen
wachsende Beschwerden
während seine Fragen ihn schaffen machen
so versucht er sich zu öffnen, dem Leben
doch scheint’s als wirkte es nicht sein Bestreben
so sitzt er dort im Blütenregen, dort in seiner Not
und denkt ob all der Blindheit Ungewisse noch den schönsten Zauber tot


Jan – Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 16.05.07

12.5.10 18:23


28.01.04 Blutende Seele

Blutende Seele

Seien Tränen nehmen wir mal an
das Blut jeder Seele die bluten kann
was wäre wenn das Blut versiegt
also die Seele sozusagen im Sterben liegt
könnte man dann noch richtig Leben
sich allem was man liebte in Leidenschaft hingeben
wäre das Leben noch lebenswert
wenn es nichts gibt was an einem zerrt
wenn es nichts gibt was einem Bestimmung gibt
wenn es nichts gibt was man wirklich liebt
sind Tränen nicht ein Zeichen von wahrer Gesundheit
ein Beweis für die Fähigkeit zum Glücklichsein
es gibt überall ein Yin und ein Yang
was bedeutet glücklich ist der der auch traurig sein kann
Tränen sind ein Zeichen von wahrer Kraft
zu beneiden ein jeder der Weinen und Lachen nicht verloren hat


Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 28.01.04
12.5.10 18:19


28.05.06 Begründung zur Kriegsdienstverweigerung

Begründung zur Kriegsdienstverweigerung

Gemäß Art. 4 Abs. 3 Satz 1 des Grundgesetzbuches möchte ich den Kriegsdienst hiermit verweigern um stattdessen den Zivildienst zu leisten.
Was ich folgendermaßen zu begründen gedenke.
Ich denke das ein jeder Mensch der seinen Verstand auch eigenständig zu gebrauchen weiß, definitiv wissen müsste das Gewalt lediglich ein Teufelskreislauf aus sich gegenseitig immer wieder vergeltenden Akten der Dummheit und Brutalität darstellt. Für mich ist ein Verlierer wer zuschlägt!
Zumal welche Ziele werden bei einem Krieg verfolgt?
Besitzansprüche, Gier und Machtausdehnung. Doch was ist Besitz? Hat nicht schon immer die ganze Welt niemanden und doch jedem gehört? Sollte ich mich nun dafür einsetzen dieses "Besitzrecht", welches ich wie gesagt ohnehin in Frage stelle, mit meinem Leben und dem Blute anderer, aufgrund ihrer Staatsangehörigkeit, gegen welche ich nicht einmal was auszusetzen habe, zu verteidigen?
Nein!
Gewalt war nie, ist nie und wird nie die Antwort auf irgendeine Frage sein. Denn Gewalt schafft Gegengewalt und so abstrakt das auch klingen mag, wenn man geschlagen wird besteht die Lösung gewiss nicht aus dem plumpen zurückschlagen! Stärke heißt für mich sich nicht zu wehren, alle Schmerzen zu ertragen und als gutes Beispiel zu dienen. Ich habe aus diesen Gründen ein, wie soll ich sagen, inspirierendes Vorbild gewählt das sicherlich bekannt sein dürfte.
Mahatma Gandhi. Er hat gezeigt das man auch ohne Gewalt etwas bewegen kann. Also wie gesagt ich halte Gewalt lediglich für eine Praxis derer die nicht fähig sind andere Wege der Problemlösung zu beschreiten, man könnte auch sagen das Gewalt ein deutliches Anzeichen der Charakterschwäche für mich darstellt. Eine Charakterschwäche welche ich nicht vorhabe zu teilen. Wozu haben wir denn sonst über lange Jahre der Evolution unser Hirn ausgebaut? Um es uns wie in den alten Tagen gleich wieder einzuschlagen?
Zumal die Bundeswehr ohnehin nur der lange Arm der Industrie ist, welche, wie wir ja alle wissen, nicht gerade sehr nett zu der Erde ist auf der wir wandeln. Was ich ebenfalls in keinster Weise zu unterstützen beliebe.
Denn wer Industrie und Gewalt unterstützt, der freut sich auch über abgeholzte Wälder. Man denke dabei an das Zitat eines gewissen ehemaligen Indianer-Häuptlings:
Denn erst wenn der letzte Baum gerodet, das letzte Tier getötet und der letzte Fluss verseucht ist, werdet ihr feststellen das man Geld nicht essen kann!
Zumal ich die allgemein übliche du bist kein Mensch sondern ein Soldat Handhabe auch nicht gerade, wie soll ich sagen, menschlich finde? Ich bin nicht dafür das der Mensch zum Sklaven des Papieres derer wird, die ohnehin einen um einiges "privilegierteren" Lebensstandard zu leben pflegen.
Schusswaffen sind die Erfindung von Menschen die es nicht schaffen ihren Opfern in die Augen zu sehen. Die es nicht aushalten zu sehen wie das Leben, die Vergangenheit und die Persönlichkeit aus den leblosen Körpern ihrer Opfer entweicht. Wie die armen Angehörigen da wohl drauf reagieren?
Womit wir schon wieder beim vorhin schon kurz erwähnten Kreislauf der Gewalt angelangt wären. Stärke heißt seinen Charakter und seine Persönlichkeit auf eine pazifistische Art und Weise zu repräsentieren. Denn nur die geistig Schwachen und gierigen Menschen bedienen sich der Gewalt um ans Ziel zu gelangen. Im großen Spiel des Lebens gesehen würde ich dies als Mogeln bezeichnen. Schlagen tut nur wer nicht weiter weiß. Man könnte es also auch als Aufgabe sehen, die Aufgabe des Versuchs Probleme mit dem Geist zu lösen. Ein jeder Konflikt ist eine Herausforderung an den Geist und eine ausgezeichnete Möglichkeit sich wahrlich weiter zu entwickeln. Mit Gewalt macht man dies jedoch zunichte und mit jedem weiteren Gewaltakt entwickelt sich unser Geist zurück. Zurück in der Fähigkeit Konflikte mit Verstand, Herz und Seele zu lösen. Und heißt es nicht auch Liebe deinen nächsten wie dich selbst? Nur Liebe ist ein Ausweg aus dem Kreis der Gewalt.
Nämlich die Nächstenliebe, welche sich bezüglich der Gewalt zum Beispiel durch Aufmerksamkeit, Respekt und Verständnis äussert und nicht durch Gegengewalt!
Sollte es da nicht das höchste Gut der christlich geprägten westlichen Zivilisation sein eben diesem guten Beispiel zu folgen welches in der Kirche so häufig gepredigt wird?
Kein Land der Welt hat mehr Rechte als ein anderes und daher auch kein Recht ein anderes zu kontrollieren, versklaven oder auch nur zu verurteilen! Ebenso wie es auch bei den Menschen der Fall ist!
Schon alleine aus diesem Grunde möchte ich nicht der verlängerte Arm, also die ausführende GEWALT für Menschen sein die dieses nicht verstehen und genau das Gegenteil als Tugend zelebrieren.
Ich möchte den Menschen auf meinem Weg helfen den ihren zu gehen weswegen ich daher diesen Antrag stelle um beim Zivildienst die Möglichkeit zu erhalten genau dieses zu tun.
Ich bedanke mich im voraus für ihre Bemühungen und hoffe auf eine baldige Antwort.

Mit freundlichen Grüßen
...


Jan - Eike Wilmsmeyer
Hameln, den 28.05.06

12.5.10 18:19


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