When I dream
15.04.2005 Der Fluss des Lebens

Der Fluss des Lebens

Worte nehmen gefangen.
Der Mensch hat die Neigung besitzen zu wollen was allen gehört. Das Leben ist ein einziger Wandel es ist falsch anzunehmen man könne irgendetwas geschweige denn irgendwen halten. So ist es auch in der Liebe, man kann Menschen nicht besitzen ohne zu unterdrücken, sollte man sie daher nicht lieben wie den Vogel der frei durch die Lüfte fliegt wie die Sonne die man nicht greifen kann, im Fluß des Lebens?Ist es noch Liebe wenn man seinen Gegenüber die Freiheit der eigenen Entscheidung nimmt, ihn verurteilt für etwas was seine Natur ihm entlockt? Ist nicht jedes Urteil sobald man es als Tatsache hinstellt, veraltet, versteift und klischeehaft? Das Leben ist ein Fluß und sobald man es staut sucht es sich seinen Weg oder sprengt ihn sich frei.Kein Geld der Welt kann den Lauf der Dinge aufhalten, denn Ordnung ist nur eine Illusion die der Mensch erfand um sich selbst zu rechtfertigen, zu "kontrollieren". Das Leben hat keinen Sinn, keine Bestimmung, denn das ist seine Natur.Ebenso wie es falsch ist das der Mensch meint er müsse in seinem Leben etwas erreichen, das einzige was er erreichen sollte ist seinen Weg zu gehen für sich selbst einzustehen, seinem Ich, seiner Natur, seinem Gefühl, seiner Stimmung, seinem Weg zu folgen.

Jan - Eike Wilmsmeyer
Hameln, den 15.04.2005
12.5.10 18:34


15.04.2005 Der Fluss des Lebens

Der Fluss des Lebens

Worte nehmen gefangen.
Der Mensch hat die Neigung besitzen zu wollen was allen gehört. Das Leben ist ein einziger Wandel es ist falsch anzunehmen man könne irgendetwas geschweige denn irgendwen halten. So ist es auch in der Liebe, man kann Menschen nicht besitzen ohne zu unterdrücken, sollte man sie daher nicht lieben wie den Vogel der frei durch die Lüfte fliegt wie die Sonne die man nicht greifen kann, im Fluß des Lebens?Ist es noch Liebe wenn man seinen Gegenüber die Freiheit der eigenen Entscheidung nimmt, ihn verurteilt für etwas was seine Natur ihm entlockt? Ist nicht jedes Urteil sobald man es als Tatsache hinstellt, veraltet, versteift und klischeehaft? Das Leben ist ein Fluß und sobald man es staut sucht es sich seinen Weg oder sprengt ihn sich frei.Kein Geld der Welt kann den Lauf der Dinge aufhalten, denn Ordnung ist nur eine Illusion die der Mensch erfand um sich selbst zu rechtfertigen, zu "kontrollieren". Das Leben hat keinen Sinn, keine Bestimmung, denn das ist seine Natur.Ebenso wie es falsch ist das der Mensch meint er müsse in seinem Leben etwas erreichen, das einzige was er erreichen sollte ist seinen Weg zu gehen für sich selbst einzustehen, seinem Ich, seiner Natur, seinem Gefühl, seiner Stimmung, seinem Weg zu folgen.

Jan - Eike Wilmsmeyer
Hameln, den 15.04.2005
12.5.10 18:34


18.09.2005 Der Countdown

Der Countdown

Wenn ich Morgens auf die Straße gehe
und mich dort ein wenig umsehe
bemerke ich was wir Menschen anrichten
indem wir uns und alles andere vernichten
im Namen von irgendwelchen Ideen
Klisches und Pseudovorstellungen vom Leben
so sägen wir zuversichtlich und heiter
am Ast auf dem wir sitzen immer weiter
das ist dann also die Spitze der Nahrungskette
als ob ich nicht genügend zu Lachen hätte
wir stehen uns permanent selbst im Weg
und kommen einfach nicht drüber weg
wir verstecken uns hinter überflüssigen Papieren
soweit bis wir uns in Papierbergen verlieren
wir ersticken an unserer eigenen Gier
lutschen die Welt aus wie ein kaltes Bier
irgendwann wenn dann nix mehr da ist
fragen wir Menschen uns wer war das
solang bis wir einen Schuldigen haben
anfangen Raketen in die Luft zu jagen
um am Ende zu guter Letzt
zu heulen wenns die Welt zerfetzt
und nun die Moral von der Geschicht
der Countdown unterbricht sich nicht?

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 18.09.2005
12.5.10 18:33


26.05.2004 Deine Sonne

Deine Sonne

Wenn ich in deinen Augen
trotz geschlossenem Mund
ein Lächeln ohnegleichen vernehme
dieses mich zum Sprung in die Luft bewegt
sei es aus Freude
die Vorstellungskraft durchsprengt
ein Riss winzig klein
ein Strahl kommt hinein
wo er auftrifft dort sei Frieden
demjenigen der dort war
demjenigen ist alles klar
sie ist nicht dort wo sie scheint
kein Planet dreht sich um sie
kein Feuer brennt in ihr
deine Trauer lässt sie erblassen
durch Menschen die sehend blind sind
der kleinste Funke Lebensfreude
auf das sie durch den Riss leuchte
der Frieden gedeiht
dir Freude zu bereiten
ist pures Glück für Meinesgleichen
bei weitem vermag man es nicht zu erfassen
doch das was ich in deinen Augen sah
war deine Sonne wunderbar


Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 26.05.2004
12.5.10 18:32


23.09.1999 Das schwarze paar Schuhe von M.G.

Das schwarze paar Schuhe von M.G.

Sie ist schön, ihre Haare sind tief schwarz. Sie sind glatt wie das Meer, wenn es ruht und werden von dem Wind leicht nach hinten geweht. Ihr Gesicht ist nass, voller Tränen. Ihre Augen sind giftgrün. Wer würde bei der Beerdigung seines eigenen Vaters auch anfangen zu lachen. Die Nase ist rot durch das Taschentuch, mit dem sie die Nase andauernd abwischt. Ihr perfekter Mund, den sie sonst immer zum Lachen benutzte, zerstört, missbraucht durch den Tod ihres Vaters.
Selbst das Erbe war ihr egal. Sie sagte: "Das Geld zerstört die Menschen, verändert sie, aber helfen tut es fast nie!"
An ihrem Kinn läuft eine Träne hinunter, sie fällt auf den Boden und zerplatzt wie die Dinge, die sie mit ihrem Vater noch erleben wollte. Ihre Arme sind in eine schwarze Jacke gepackt ohne Platz zum Leben im Hier und Jetzt. Ihre Brüste hat noch keiner gesehen außer ihren Eltern. Sie meint: "Den Sex will ich bis zu meiner Hochzeit aufheben."
Der Bauch von ihr ist genau richtig, meiner Meinung nach. Ihre Beine sind in einem Set aus schwarzem Rock und den dazu passenden Strumpfhosen verhüllt. Doch dann kommen diese dicken, klobigen Pumps, sie passen nicht zu ihr, zu ihren zierlichen Füßen, zu ihren langen, dünnen Beine, zu ihrer Größe von 1,70 m. Nein. Sie passen überhaupt nicht zu ihr. Sie ist 23 Jahre alt und trägt in ihrer Freizeit normalerweise Turnschuhe.
Na ja! Sie ist geknickt. Sie war schon einmal an diesem Ort. Bei der Beerdigung ihres kleinen totgeborenen Bruders.
Der Ort ist unangenehm für sie, für ihren fröhlichen Charakter.
Der Friedhof ist dunkel, über 70 Kreuze stehen hier, das bedrückt sie. Sie hat Angst vor dem Tod. Sie wischt sich eine Träne aus dem Auge. Die Typen, die um das Grab ihres Vaters versammelt sind, hat sie alle noch nie gesehen, sie grinsen. Melissa steht starr.
Früher glaubte sie, alle Eltern sind unsterblich, dem ist aber nicht so. Sie geht weg. Und verschwindet im Nebel.

Jan - Eike Wilmsmeyer
Geschrieben in einer Deutscharbeit am 23.09.1999
12.5.10 18:31


13.07.07 Das Kind das nie aufhörte Fragen zu stellen

Das Kind das nie aufhörte Fragen zu stellen

Erbärmliche Scheiße!
Nichts anderes fällt mir dazu mehr ein. Was die Menschen nicht alles machen um sich über ihr schreiendes Herz hinweg zu trösten. Wollen sie es denn nicht hören? Das Kind in ihnen das nie aufgehört hat Fragen zu stellen, das weint weil es keine sinnvolle Erklärung findet und dennoch alles Unrecht über sich ergehen lassen muss? Es ist genau wie früher. Nur das man aufgehört hat Fragen zu stellen. Weil man die Antwort bereits auswendig kennt, ja sie sogar schon fürchtet.
Wie aus bespielten Tonbandseelen kommt sie wie aus der Pistole geschossen um jede noch so begründete Frage im Keim zu ersticken.
So leben die Menschen in ihrem Musterleben. Verleugnen sie den einen Teil in ihnen der all das Gute, all ihre Unschuld repräsentiert. Das Gesicht grau und erstarrt. Kaufen sich die neuesten Sachen um sich abzulenken, das Kind ruhig zu stellen, es zu vertrösten wie damals an der Kasse als noch ein Lolli reichte um die Tränen runter zu schlucken, hinweg zu trösten über all die Fragen auf die nicht mal sie oder ihre Bücher eine Antwort hatten, all die Fragen die sie nur mit einem hilflosen " Weil es einfach so ist!" beantworten konnten.
Sie ertränken es in Alkohol. Sie kiffen es zu Bett. Arbeiten es tot. Ficken. Fernsehen. Einkaufen. Verletzen. Immer mehr, mehr, mehr...Mehr Drogen! Mehr Kapital! Mehr Fernsehen! Mehr Urlaub! Mehr Klamotten! Mehr Kosmetik! Mehr Wohnen! Mehr Veränderung! Mehr Sex! Mehr Gewalt! Mehr geile Scheiße aus dem Supermarkt, rund um die Uhr....weil die Schreie immer lauter werden die sie wie besessen versuchen zum Schweigen zu bringen.
Fick mich ich will leben! So sehr sehnen sie sich danach. Nach dem Funken den sie selbst schon so routiniert ersticken das sie es nicht ein mal mehr bemerken. Manche verletzen sich um es mit dem Schmerz zu fühlen, manche suchen es sich in körperlicher Liebe. Es ist egal was. Hauptsache mehr.
Irgendwo muss er doch sein dieser eine, lebendige Funke. Vielleicht ist er ja irgendwo in der nächsten Cornflakespackung, in der nächsten Beförderung oder irgendwo auf dem Grunde der bis zum Rande gefüllten Kaffetasse.
Und das Kind stellt weiter Fragen, hört einfach nicht auf.
Sie schlucken Pillen gegen Depressionen. Suchen im Zen alles zu vergessen. Das Jetzt! Einfach alles vergessen! Yoga, Meditation, Räucherstäbchen, Globulis, Gott...
Doch auch er wird ihnen nicht sagen das sie es richtig machen. Denn "er" ist im Grunde nichts anderes als das kleine Kind, das nicht aufhört Fragen zu stellen. Der Lehrmeister in ihrem Herzen. Der Weg den sie zu vergessen suchen.
Sie verstecken ihre Frustration hinter Zynismus, hinter Lästereien. Stauen sie auf um sie in gewalttätigsten Orgien frei zu lassen. Schreiend, peitschend vergewaltigend, mit wiederwärdigsten Träumen von Macht und Gewalt.
Und sie werden immer kränker. Die psychosmatischen Erscheinungen immer mehr.
So gehen sie zu Ärzten in dem Glauben das diese etwas ändern könnten. Stattdessen geben auch diese ihnen nur Mittel, die zwar die Symptome bekämpfen, doch das blutende Herz noch lange nicht heilen können.
Sie arbeiten sich immer tiefer in ihre eigene Abhängigkeit, versetzen sich in eine Art Rauschzustand, eine Extase, welche sie während dieses allen verschlingenden Tanzes alles vergessen lässt.
Nimmt man ihnen all das weg fangen sie an zu weinen, sich zusammen zu krümmen weil sie es in der Stille wieder schreien hören können. Das Kind das niemals aufhörte Fragen zu stellen.
Sie stellen sich vor den Spiegel und können kaum mehr Lächeln. Das ungeschminkte Gesicht eingefallen und kraftlos. Doch es hört nicht auf. Es geht immer weiter, immer weiter, weiter, weiter steigern sie sich in alles rein was ihnen hilft es einfach zu überhören. Das Wimmern, tief in ihnen drin. Das unter all der braven Anpassung, der Ausbildung und all den Papieren, die ihnen bescheinigen wie sehr sie sich schon verkauft haben, vergraben liegt. Bis es irgendwann still in ihnen wird und sie es endlich geschafft haben. Dann ist dort in den seelenlosen Augen auch kein Funke mehr. Nichts mehr was sie von innen heraus verbrennt. Nichts mehr was sie plagt, was ihnen weh tut. Von innen heraus schreit. Denn dann ist es stumm. Das Kind das niemals aufhörte Fragen zu stellen.
Und wenn dann Kinder an ihnen vorbei gehen und ihnen lachend in die Augen sehen, werden sie traurig.
Traurig in kalter Erinnerung an das, was sie verraten und im Namen einer besseren Welt gekreuzigt haben.
Und in perfektionierter, eingearbeiteter kristallener Kälte, fällen sie ebend jenes Urteil, welches damals schon ihren eigenen, einzigartigen, lebendigen Funken erstickte.
Über das Kind das nie aufhörte Fragen zu stellen.

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, Freitag den 13.07.07
12.5.10 18:30


18.11.05 Das Gefängnis des Individuums

Das Gefängnis des Individuums

Ein Schmetterling bin ich, im Heer der Uniformen
einer der nicht passt, in die triste Welt der Normen
als Wanderer zwischen den Welten
die als einzig Wahres gelten
trag ich kein Klischee auf meinen Beinen
bin ich ich selbst, mit mir im reinen
zu kantig für eine runde Welt
als Quadrat im Kreis dahingestellt
so einzigartig, auffällig, wunderschön
das sogar Weltheere mich übersehen
allein in Massen von Menschen
die nur rundes, glattes schätzen
kreisrund, die Kanten abgeglichen
Persönlichkeit aus Angst vor dem Trend gestrichen
bin ich Nichts aus ihrer sicht
Quadrate gibt es nun mal nicht
Individualismus ist schlecht, ist Sünde
auf das nie Farbe in die Strömung münde
zu viel steht auf dem Spiel
das Kollektiv, der Frieden
man ist lieber gemeinsam als Kopie labil
mit kaum merklichen Unterschieden
so leuchte ich alleine durch die Nacht
bis ich das eine Feuer entfacht
welches so hell brennt das die Menschen sich wieder sehen
und auf ihren eigenem Weg dem Sonnenaufgang entgegegen gehen
ist dann der neue Morgen angebrochen
bin ich endlich aus dem Gefängnis freigesprochen

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 18.11.05
12.5.10 18:29


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