When I dream
11.04 Du und Ich

Du und Ich

Jeden Tag aufs Messers Schneide
jeden Tag gewinnt nur eine Seite
jeden Tag lieb ich dich mehr
jeden Tag geb ich mich mehr her

Jedes Mal wenn ich bei dir bin
wäg ich ab bin ich Verlust oder Gewinn
es gibt soviel was ich dir sagen will
doch bleib ich im Gedanken an dich still

Meine Liebe will aus mir heraus
wie ein Feuer brennt sie mich immer mehr aus
doch ich gebe sie nicht her
denn nichts auf der Welt ist mir wichtiger

Alles andere ist öde und grau
du bist mein Farbenspiel du füllst mich aus
all die Dinge die nie passiert
all die Dinge weils niemanden interessiert

wenn ich in deiner Nähe bin
ist da eine Kraft zieht mich zu dir hin
ein Verlangen deine Nähe zu spüren
ein Verlangen deine Wärme zu fühlen

Ich will alles für dich sein
zum Unmöglichen sag ich nicht nein
du bist das Mädchen aus meinen Träumen
du bist das Mädchen aus meinen Schäumen

Fragtest du mich wieso ich das tu
ich würde sagen die Antwort bist du
du stehst für all das was ich brauch
du bist für mich so viel ich geb dich nicht auf

Du bist mein Yin und ich bin das Yang
ich bin in der Vorstellung gefangen
nichts gibt es das sie stört
das wir zwei zusammen gehören

Wenn ich Abends schlafen will
fehlt da ein Teil von mir
stell mir vor du wärst jetzt hier
stell mir vor du wärst bei mir

Von solchen Sehnsüchten geplagt
warte ich einfach ab
weiß ich keinen Rat
wart ich auf den einen Tag

Ich will alles mit dir tun
die ganze Welt sie steht uns frei
verzeih ich sagte uns
dabei gibt es nicht mal zwei

So Träume ich mein Leben
weil ich den Traum nicht leben kann
so hoffe ich vergebens
und warte jeden Tag

Mein Leben tauscht ich dafür ein
nur einmal eins mit dir zu sein
sangen einst zwei Trauben
fällt mir nicht schwer ihnen zu glauben

Mein Herz es fühlt sich an als wolle es zerplatzen
das Gefühl in deinen Armen zu liegen mit Worten kaum zu erfassen
deine Augen sind für mich ein Strudel aus der Realität
deinem Lächeln entspringt alles Glück dieser Welt

Deine Hand zu halten macht mich als würde ich schweben
wie Watte gepackt durchs Leben gehen
an deiner Seite zu stehen für dich da zu sein
ich enttäusch dich nicht lass dich nicht allein

Wenns dich nicht mehr gäbe
ich könnts nicht verstehen
es würde zwar weitergehen
doch wohl nie mehr so schön

Wenn wir nebeneinander liegen
es fällt so schwer dich nicht zu lieben
meinen Arm zurückzuhalten
nicht deine Haut zu streicheln

Dein Glück ist das meinige
so versuch ich dich zu erheitern
um dir so mit etwas Glück
den Weg durchs Leben zu erleichtern

Jan - Eike Wilmsmeyer
Hameln, November 2004
12.5.10 19:35


16.02.2004 Die Zauberin

Die Zauberin

Nicht hässlich
in keinster Weise wie ihr Klischee
ich empfinde sie als abgöttisch schön
wenn ich sie seh
in ihre Augen hinein
tauch ich in die tiefsten Tiefen des Zaubers ein
ihre Nähe ist wie das Paradies an sich
doch leider ist dieses Bild meist trügerisch
einmal diesem Zauber erlegen
so scheint es als gäb es kein wiederkehren
ihr Lächeln, ihr Ausdruck, ihre Einzigartigkeit
ein Bild, geschaffen für die Ewigkeit
ihre Charme gleicht einem scharfen Schwert
aus Sehnsucht, schneidet tiefe Wunden ins Herz
auch ich hatte diesen Kampf einmal verloren
nur wurde ich mit neuer Kraft wiedergeboren
doch als ich ihr letztens einmal wieder begnetete
war es so als ob ich das Vergangene noch einmal lebte
ihr Zauber, ihre bloße Anwesenheit
zeigte mir große Leere
wie ein Gefühl von Einsamkeit
als ob es so nicht genug Schmerzen gäbe
leider Gottes ein zurück gibt es nicht
es schmerzt es zu sagen
nur früher liebte sie mich...


Jan-Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 16.02.2004
12.5.10 19:34


30.01.2006 Die Wiege des Seins

Die Wiege des Seins

Ausserhalb meiner Gedanken im tiefsten Innern meiner Seele
da gibt es einen Platz an dem nur ich lebe
einen Platz an dem ich bin und alles ist
wo das Ich vor lauter Leben das Sein vergisst
wo Bilder noch frei sind von Worten
frei von Angst und ohne Sorgen
wo das Denken überflüssig
wo man des Frustes überdrüssig
wo man noch man selbst sein kann
frei und völlig unbefangen
wo die Welt an einem vorrüberzieht
und man doch ein Teil des Ganzen ist
wo mich niemand aus der Ruhe bringt
und doch ein jeder mein Herz durchdringt
dieser Ort mit Worten kann kann man schwer ihn nennen
ist der eine Ort den wir alle kennen
es ist der Ort an dem die Seele wohnt
von allem Schlechten der Welt verschont
der Farbtopf für das Bild des Lebens
die Quelle allen unmaskierten Strebens
gern zieh ich mich an ihn zurück
während die Zeit an mir vorrüberrückt
erkenne ich wieder was man so oft vergisst
nämlich das alles Leben eines ist

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzolzen, den 30.01.2006
12.5.10 19:32


13.02.2006 Die Seelenfalle oder von der Bewerbungsindustrie

Sie sehen wer ich bin. doch nehmen sie nicht wahr noch wissen.
denkend blicken ihre augen an mir herab. glaubend zu sehen wer ich bin
sehend blind, verschließen sie die augen vor dem was hinter den bildschirmen an aller irdischen existenz herum dreht.formen sie worte aus diktiertem wissen.packen sie in schubladen was sie nicht zu greifen vermögen.mit kindlicher auffassungsgabe urteilen sie über dinge deren urteil nicht in ihrer macht liegt.mit sturem stumpfsinn lehnen sie sich zurück und sagen ja!ja ich bin!fliegende kinder auf dem weg zur erde doch wie lange dauert es bis sie aufhören zu fliegen und sich dem fall zur intelligenz widmen?kriechend drücken sie sich durch die därme derer die auch nur
die sklaven
der sklaven
der sklaven
der sklaven
des geldes der hebeldrücker sind. marionetten an fäden aus geld, verschlossen in ihren eigenen schubladen, glaubend das sie sind....
Ja ja son kram fällt mir ein wenn ich auf meiner arbeitslosenmaßnahme bin
es ist montag der 13.
wo bleibt jason?
ach der muss bestimmt arbeiten...

Jan - Eike Wilmsmeyer
Holzminden(Arbeitsamt), den 13.02.2006
12.5.10 19:31


01.05.07 Die Kunst zu leben

Die Kunst zu leben

Ist Glauben...nicht aufzugeben
nach jedem Schlag wieder aufzustehen
das Leben trotz allem zu lieben
wir wurden nie aus dem Paradies vertrieben
in unseren Venen pulsiert nur ein altes Gift
seit diesem, so scheints, blendet uns alles Licht
haben wir doch schon Angst den rechten Weg zu gehen
weil dann keine Götzen, keine Gewohnheiten mehr hinter uns stehen
amputierte Seelen das ist's was heut zählt
nun versuchen wir das Loch im Herzen, zu stopfen mit unserer Kinder Welt
doch ob Welten wir auch pfropften, das Loch es füllet sich nicht
weil unser eigentlicher Pfad, das Leben unter unserer Angst zerbricht

 

Jan - Eike Wilmsmeyer

Mainzholzen, 01.05.2007

12.5.10 19:30


27.12.2005 Die große Hure

Die große Hure

Wir selbst waren es die sie erschufen
der Fortschritt so hörte man es durch Straßen rufen
mit ihrem stählernen Leib und ihrem Atem aus Feuer
ist sie der Welt größtes Ungeheuer
zusammengehalten von Tonnen von Papier
weitergetrieben immer weiter durch unsere Gier
zeugt sie unaufhaltsam und ohne jede Liebe
all unsere erfundenen weltlichen Triebe
als Treibstoff dienen ihr unsere Seele und die Welt
aus ihrem Munde hört man nur Geld Geld Geld
fast alles was wir lieben hat sie schon infiziert
weil es mit ihr wirtschaftlicher, schneller geht
so sitzen wir vor ihr als hirn- und seelen-lose Konsumenten
vor unserer Göttin und lassen uns von ihren Plastikbrüsten tränken
Armeen von Marionetten hat sie so schon erschaffen
die nur sabbernd auf Geld und Besitztümer gaffen
die Kriege führen jederzeit bereit dafür zu sterben
und so Hass Neid und Gewalt zu Tugenden erklären
in ihr verheizen wir Menschen,Tiere und Landschaften
um noch mehr Plastik und Wohlstand zu schaffen
bis sie durch unsere Gier die Welt in einen Aschehaufen verwandelt
und so auf dem ganzen Globus nichts lebendiges mehr wandelt
dann kann man wirklich sagen weit haben wir es gebracht
haben wir doch alles Leben vernichtet mit unserer Macht
doch keine Sorge denn wenn es soweit ist
gibt es sowieso keinen mehr der uns vermisst
nun denn zum Schluss manch einer errät es vielleicht nie
doch die große Hure das Weltenende ist die Industrie

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 27.12.2005
12.5.10 19:27


13.03.07 Die Flut

Die Flut

Als ich einmal in einem Bus saß, mit dem ich nach einem Wochenendbesuch bei Freunden und Bekannten eine lange Strecke Richtung Heimat fuhr und der Regen gegen das Fenster prasselte - ausser mir waren noch 4 der Spezies Mensch anwesend - kam mir zum Spotte der Situation ein gar amuesanter Gedanke. Vielleicht waren es ja die Regentropfen die am Fenster zu zerplatzen schienen, die mich auf diesen Gedanken brachten.
Ich stellte mir das Leben einmal als "visuelles Schaubild" vor.
Das Ergebnis dieser Vorstellung war ein Ball.
Um genau zu sein das Drahtgittermodell eines Balls. Ich stellte mir weiter vor das dieser Ball von fluessiger Konsistenz sei. Und seine Oberfläche war glatt und gespannt wie die Oberflaeche eines Wassers welches im Glase ruht.
ICh stellte mir vor wie man nun einen Stein in diesen Ball wirft.
Er versank darin was so auch oberflächlich gesehen das einzige wäre.
Jedoch gibt es noch andere Blickwinkel die ihre Beachtung verdienen, denn je mehr Blickpunkte wir berücksichtigen desto größer wird die Detailvielfalt.
Und im Detail steckt bekanntlich die Liebe nach der ein mancher Mensch schon sein Leben lang sucht.
Vielleicht ist sie gleichzusetzen mit der Liebe Gottes welche ja endlos sein soll und somit eine unendliche Detailvielhalt bedeuten würde.
Das jedoch ist wohl eher ein Thema fuer die Theologie.
Der Stein jedenfall, welchen wir in den NEtzball warfen, hinterlaesst seine Spuren. Den dort wo er auftrifft schlägt der Ball Wellen.
Ich stelle mir nun vor das das Leben und der Geist eines jeden Menschen sowie all der Wandel auf der welt diesen wellen entsprechen. Das der Stein wie ein Urknall auf einmal Resonanz in den Weiten des Kosmos hervor rief.
Diese Resonanz ist alles Tun, alle Materie, alles Denken, alle Elemente und alles was noch dazwischen existiert.
Ebend wirklich alles.
Wenn sich an dem einen Ende des Balles etwas eindrückte, drueckte es sich auf der anderen Seite wieder heraus.
So das alle Bewegungen in einer engen Verbindung zueinander standen.
Wenn nun unser Universum, unser Kosmos dieser Ball ist und der Stein der hineingeworfen wurde ein Urknall ist. Was ist wenn die Wellen erliegen? Die Bewegung zum Stillstand kommt? Ist dann alle Materie und alles Sein verschwunden?
Und wenn. Wer war es der den Stein warf?
Doch meine Gedanken gingen noch weiter...was waere wenn nun dieser eine Ball, welcher hier ja den ganzen Kosmos mit all seinem Sein und seinem Nicht-sein veranschaulicht, lediglich ein Atom, ein Bestandteil in einem anderen Kosmos waere. Und jedes Atom in dieser Welt ebenso ein Netzball ist.
Was waere wenn es immer so weiter ginge.....und die Kosmen sich immer weiter ausbreiten?
Das ist jetzt schwierig zu erklären also lesen sie ruhig.
Was wäre wenn es anfing wie die Flut kommt?
Wenn all diese Netzballuniversen mit ihren Atomen aus weiteren Netzbaellen und ihrer Oberflaeche bestend aus in Wechselwirkung zueinander in Beziehung stehenden Bewegungen welche die Schwingung der Energien allen Seins repraesentiert.
Wenn am Anfang nur ein Ball war. Welcher wie ein Herz, das Blut pumpt, Netzbälle in alle vorstellbaren Richtungen und am anschließend wieder zurück pumpt.
Das Herz Gottes könnte man nun meinen.
Und die Flut geht.
Saugt er alles ineinander verflochtene Leben, alle KOsmen, mit ihren Netzbällen wieder in sich ein.
Atmet aus....und wieder ein.
Ein Herzschlag ist in unserer Welt von kurzer Dauer, wobei es natürlich auch hier von der Wahrnehmung, der Sitation, eben, der Relativität des Betrachters abhaengt.
Ich kann mir nicht vorstellen wie viele Aeonen wohl dieser einer Herzschlag dauert.
Da ist es beinahe unverschaemt in welchem Kontext wir solche Worte wie Ewigkeit gebrauchen.
Als ich mich umsah waren wir an meinem Ankunftsort angelangt und die 4 Homo Sapiens, die mitfuhren, verschwunden.
Schon lustig, dachte ich so bei mir, wie schnell die Fahrt doch diesmal ging.

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 13.03.07
12.5.10 19:24


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