When I dream
09.01.09 An das Wort

An das Wort

Ein heilger Ort zum rückzug
ists mir seit jeher
komm ich der Schreiber Spuk
wieder einmal näher

in Reimen den wilden Gedanken
gar zu bändigen zu formen
um mannigfalt es mir zu danken
o du Lebenshauch der Nornen

doch schwer ists auch zuweilen
und arg von manch übler tücke Pein
neurotisch verbal herrumzufeilen
um meiner Leistung zufrieden zu sein

ein manches Mal vergehen so
Minuten kurz doch auch lang Stunde
im Rauschemeer des Grübelns wo
zeitlos manch Geist schon ging zu grunde

drum so dankbarer bin ich
des Denkens fähig 's wohl zu nutzen
Verlockungen zum trotze nicht
zu erliegen auch dem Fall zu trutzen

früh ward mir die Gab gegeben
die finstren Farben wie die lichten
beim Worte malen auszuleben
ach gern verlier ich mich im dichten

so muss ich zwischen den Zeilen lesen
und der Schrieb öffnet sein leben
um mich all den mythisch Zauberwesen
in ganzer Gänze hinzugeben

treuer Freund der Extase gleich
in dionysisch dichten Nebelschwaden
du Inspiration der Musen Reich
lebendger Quell zum sich dran laben

All die Erfahrungen und Gefühle
wahrlich die Worte reichen kaum
wie tief im Schatze ich auch wühle
Worte gereichen nicht dem Traum

zwar weiß ich nicht wie hochs noch geht
lahm werd ich meiner Flügel nicht
ganz gleich wie viel geschrieben steht
für alle Wortkunst sei dies Gedicht




Jan - Eike Wilmsmeyer
Göttingen, den 09.01.09
12.5.10 18:06


27.02.2004 An das was war...

An das was war...

Wenn es einen Menschen
75 Jahre gereift
innerhalb einer Sekunde
aus dem Leben reißt
ohne jede Warnung
ohne jede Ahnung
die letzten Worte
sie bleiben verwehrt
der Gedanke daran
der an uns zehrt
Erinnerungen an die Tage die waren
es geht weiter ohne Erbarmen
in jedem Augenblick in jedem Leben
wirds leider Tod und Leiden geben
doch ohne diese Momente
in denen unsere Seele fast zerbricht
könnten wir kein Glück empfinden
ein ganzes Leben nicht
es liegt in unserer Hand
dem Vergangenen zu gedenken
das ist unser Dank
ihm so Existenz zu schenken

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen den 27.02.2004
12.5.10 18:05


03.05.2006 Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder

Geringste Ansprüche ans große Glück, zusammen gepfercht auf engstem Raum
unter Bergen von Papier, Geld und Gesetz zerplatzt ein jeder Kindertraum
wer spricht Recht, wer nimmt es sich zu richten
welch Mensch ist besser als andere, sie als Sklaven zu verpflichten
im KIndesalter schon begonnen ihren Willen zu brechen
durch Plastikperlen und heuchlerisch, giftige Versprechen
sobald die Enttäuschung klar wird, folgt Hass und Frustration
Bürokratie ist die Depression jeder neuen Generation
und sind die Kinder von heute, erst alt genug zum sprechen
beginnen sie aufs neue, den Willen der Kinder zu brechen
ein Teufelskreis aus trainierter Rückradlosigkeit und dreister Machtgier
wer vermag ihn zu durchbrechen, ihn zu stören, wenn nicht wir?
viel zu lange schon, regiert frei gewählt die Ungerechtigkeit
und das Herz es schreit nach Freiheit, Freiheit und Unabhängigkeit
ist es soweit mit uns gekommen das der Mensch zur Ziffer wird?
sind wir so daran gewöhnt, eine Nummer für jeden Traum der stirbt?
die Freiheit die ist jetzt, der Garten Eden der ist hier
also wieso lassen wir uns blenden von Macht, Gier und Papier

Jan - Eike Wilmsmeyer
Mainzholzen, den 03.05.2006
12.5.10 18:04


22.01.09 Abschied

Abschied

Oh Herz, was tust dich so schwer
liebst doch Abschied und Wandel so sehr
um wahrlich dich sehnen zu sehen
muss ich durch kriegernebel gehen
durch lichte täler wald'ger höhen
wo keine verankerungen dich stören
denn dort oben unterm himmelszelt
kannst dich erst sehen in der welt
wie man es im spiegelmeer vergisst
wie der alltag es einem verträumt
bis all die fülle überschäumt
leere brauchts um klar zu denken
oh kostbare leere ich will sie dir schenken
sie ist das kostbarste was ich hab
denn sie ist der morgen
an diesem neuen tag

Jan - Eike Wilmsmeyer
Auf dem Weg zur Klinik 22.01.09
12.5.10 18:03


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